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265.000 Strohhalme sichern den Erhalt alter Nutztierrassen

Kurznachrichten

Die Deutsche Genbank wird 5 Jahre alt.

Vor genau 5 Jahren wurde am Institut für Nutztiergenetik in Mariensee die Deutsche Genbank landwirtschaftlicher Nutztiere eröffnet. In Zusammenarbeit von Bund und Ländern wird sie fortgehend mit genetischem Material vom Aussterben bedrohter landwirtschaftlicher Nutztierrassen gefüllt - vom Geflügel über Schwein und Rind bis zur Biene. Insgesamt rund 265.000 so genannter Straws bzw. Pailletten, eine Art Strohhalm, der einen halben Milliliter eingefrorenes Erbmaterial trägt, sichern den Erhalt von 62 verschiedenen Nutztierrassen. Die mit Spermien gefüllten Straws werden in Stickstoff dauerhaft eingefroren, um später für Erhaltungszuchtprogramme genutzt werden zu können.

Die Genbank geht dabei auch auf Anfragen von Landwirten und Züchtern ein, die über die Tierzuchtreferenten gebündelt werden. So stehen zum Beispiel zeitweise alte Rassen wie das Bentheimer Landschaft oder die Thüringer Waldziege zur Probengewinnung am FLI. Hier gilt es, gerade die saisonale Reproduktionszeit im Herbst zu nutzen. In anderen Fällen wird Sperma per Post an die Genbank verschickt, um genetische Vielfalt dauerhaft zu sichern. Trotz dieser ersten Erfolge steckt die Genbank noch in den Kinderschuhen. Das Einfrieren von Sperma ist bereits Routine, das Einfrieren von ebenso wichtigen Eizellen zum Beispiel bedarf noch viel mehr Forschung.   

Straws für Erbmaterial (© FLI)