Zum Inhalt springen

Tierseuchengeschehen

FLI Logo

Afrikanische Schweinepest

Expertentreffen zur Afrikanischen Schweinepest am 26. Januar 2011 im BMELV

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine der wichtigsten Schweineseuchen. Sie zeichnet sich durch eine hohe Letalität, schwere sozioökonomische Konsequenzen, eine unvorhersehbare internationale Verbreitung sowie fehlende Möglichkeiten zur therapeutischen oder impfprophylaktischen Bekämpfung aus. 

Seit 2007 breitet sie sich im Kaukasus und Russland aus. Mittlerweile sind Georgien, Armenien, Aserbaidschan, der Westen Russlands bis unmittelbar an die Ukrainische Grenze und der Norden bis in die Region um St. Petersburg betroffen. Auch in südliche Richtung, bis in den Nordiran hinein, hat sich die ASP ausgebreitet. Hier wurde sie bei Wildschweinen diagnostiziert. 

Das Friedrich-Loeffler-Institut beteiligte sich an EU Untersuchungen zur Verbreitung der ASP in Osteuropa, insbesondere in die Ukraine, und intensivierte die Zusammenarbeit mit Russland auf dem Gebiet der Forschung. 

Unter Federführung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) fanden zwei Expertentreffen mit Vertretern aus Russland, der Ukraine, Italien (auf Sardinien kommt ASP seit 1978 vor), Spanien, von der FAO, OIE, des EU Referenzlabors für ASP und Wissenschaftlern des FLI statt. Beim letzten Treffen im Januar 2011 wurden Berichte zur aktuellen ASP-Situation in verschiedenen Ländern vorgestellt.

Ein Eintragsrisiko in die EU ist nicht auszuschließen. In Deutschland schaffen daher die Nationalen Referenzlabore für Klassische Schweinepest und für Afrikanische Schweinepest am FLI die Voraussetzungen für die Differenzialdiagnostik in den Veterinäruntersuchungsämtern der Bundesländer.