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Institut für Infektionsmedizin (IMED)

OIE und Nationale Referenzlabore für Bienenkrankheiten

Schädlinge und Krankheiten

Auf dieser Seite finden Sie Bildmaterial zu verschiedenen Schädlingen oder Krankheiten der Honigbiene und zu Fallen für den Kleinen Beutenkäfer. Das Bildmaterial wird für Lehr-und Schulungszwecke bereitgestellt; es eignet sich auch für die Verwendung in PowerPoint Präsentationen.

Amerikanische Faulbrut

Diese weltweit verbreitete bakterielle Erkrankung konnte bisher ausschließlich in Honigbienen, Apis mellifera, nachgewiesen werden. Betroffen ist allein die Honigbienenbrut, da nur die jungen Bienenlarven infiziert werden können; adulte Bienen sind gegen den Erreger resistent. Dennoch ist der wirtschaftliche Schaden unter Umständen enorm, da die Krankheit letztlich zum Verlust ganzer Bienenvölker führt und durch die extrem widerstandsfähigen und vom Erreger Paenibacillus larvae in sehr großen Mengen produzierten Sporen ein hohes Verbreitungspotential hat.

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Kleiner Beutenkäfer (Aethina tumida)

Kleine Beutenkäfer können sich unter bestimmten Bedingungen in befallenen Bienenvölkern massenhaft vermehren. Sie ernähren sich im Bienenvolk von Brut, Honig und Pollen; adulte Käfer sind sogar in der Lage, sich eine Fütterung durch Bienen zu erbetteln. Bei Massenvermehrung zerstören die Larven des Kleinen Beutenkäfers die Waben und durch ihre Ausscheidungen kommt es zum Vergären und Verderben des Honigs. Wird dies bemerkt, sollte eine Behandlung des Bodens in Erwägung gezogen werden, da die Verpuppung zum adulten Käfer in kleinen Kammern im Boden vollzogen wird.

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Beutenkäfer-Fallen

Im Volk wird der Kleine Beutenkäfer von den Bienen gejagt und sucht Schutz in Spalten und Ritzen, die von Bienen nicht erreicht werden können. Die meisten Beutenkäfer-Fallen nutzen dies aus, indem die Eingänge der Fallen gerade groß genug für adulte Käfer, jedoch für Bienen zu klein sind. Im Inneren der Fallen befinden sich dann meist Substanzen, die den Käfer abtöten, oder Flüssigkeiten (meist Öl), in welchen die Käfer ertrinken. Im Handel können Fallen für verschiedene Positionen im Volk erworben werden. Da viele Bienen dazu neigen, die Eingänge der Fallen mit Propolis zu verschließen, müssen die Fallen regelmäßig geprüft und gegebenenfalls gereinigt oder ersetzt werden.

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Tropilaelaps–Milbe

In stark befallenen Bienenvölkern verursachen Tropilaelapsmilben eine ähnliche Symptomatik wie Varroamilben. Der Befall der Brut führt zu Missbildungen und hoher Brut- sowie Bienenmortalität, was schließlich eine Schwächung des Bienenvolks zur Folge hat. Bleibt der Befall mit Tropilaelapsmilben unbehandelt, kann das Bienenvolk innerhalb eines Jahres zusammenbrechen. 

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Varroamilbe

Die Varroamilbe (Varroa destructor) ist eine (als adultes Weibchen) ca. 1,1 Millimeter lange und 1,6 Millimeter breite Milbe aus der Familie Varroidae, die als Parasit an Honigbienen (Apis mellifera und Apis cerana) lebt. Die Milbe entwickelt und vermehrt sich in der verdeckelten Brut im Bienenstock. Der Befall von Bienenvölkern durch die Milbenart wird als Varroose (alter Name: Varroatose) bezeichnet. Varroa destructor gilt als der bedeutsamste Bienenschädling weltweit.

In Österreich ist die Tierseuche Varroose anzeigepflichtig, in der Schweiz unter Gr. 4 Zu überwachende Seuchen (Meldepflicht) eingestuft. In Deutschland ist sie in der § 15 der Bienenseuchen-Verordnung zwar geregelt, aufgrund ihrer Ubiquität wird aber von einer Anzeige- oder Meldepflicht abgesehen.

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