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Die Bedeutung von Schwein und Hund in der Übertragungskette von Ebolaviren – TRACE

INNT

Laufzeit: 7/2021 – 6/2024

Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft

In den vom Ebolavirus-Ausbruch 2013-2016 am schwersten betroffenen Ländern Guinea, Sierra Leone und Liberia zeigte der Ausbruch eindringlich auf, welche katastrophalen humanitären als auch ökonomischen Folgen eine derartige Epidemie für die dortige Bevölkerung haben kann. Die bisherigen Ebolavirus-Ausbrüche hatten ihren Ursprung wahrscheinlich in Fledertieren, die als ‚Wildreservoir’ für diese Viren fungieren. Ebolaviren gehören zur Familie der Filoviridae und können akzidentiell entweder direkt vom Reservoirwirt oder indirekt über Zwischenwirte auf den Menschen übertragen werden, z.B. durch den Kontakt mit infizierten Tieren und insbesondere deren Exkreten und Sekreten. Nach dem initialen Übertritt in die humane Population erfolgt der Großteil der Übertragungen dann durch direkte Kontakte von Mensch zu Mensch, was zu einer schnellen Ausbreitung des Ausbruchs führen kann. Obwohl der zoonotische Ursprung der Ebolavirus-Ausbrüche beim Menschen schon lange bekannt ist, ist die Rolle empfänglicher Tierarten, deren Rolle als möglicher Zwischenwirt, sowie die bei diesen Tierarten auftretende Pathogenese weitgehend unbekannt. Ziel dieses Projektes ist es, die Rolle von Schwein und Hund in der Transmissionskette von Ebolaviren weiter zu untersuchen und so eine detaillierte Risikoabschätzung zu erarbeiten. Erste publizierte Daten deuten an, dass Schweine in der Ebolavirus Biologie eine Rolle spielen. Weitere Untersuchungen und auch Pathogenese-Studien im Tier sind von Nöten für einen besseren Überblick. Im Gegensatz dazu ist die Beteiligung von Hunden in der Transmission von Ebolaviren stark umstritten und es bedarf einer breiteren Herangehensweise, welche serologische und molekularbiologische Untersuchungen beinhaltet, um weitere Erkenntnisse zu sichern.

Diese Fragestellungen können nur in enger Kollaboration mit den Partnern in Afrika (Institut Pasteur in Guinea und der Njala University in Sierra Leone) untersucht werden. Das Projekt TRACE soll daher die im Vorgängerprojekt „Ebola Foresight“ (Förderung durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft) etablierten Partnerschaften weiter stärken und auch das Capacity Building in diese Länder weiter vorantreiben.

Beteiligte INNT-Wissenschaftlerin:

Dr. Sandra Diederich
Dr. Kerstin Fischer
Prof. Dr. Martin H. Groschup

Projektkoordination: Friedrich-Loeffler-Institut

labor.jpg

Arbeiten im Hochsicherheitslabor (Sicherheitsstufe S4, ©FLI)

Projektpartner:

Prof. Dr. Noël Tordo
Institut Pasteur de Guinée, Conakry, Guinea
https://www.pasteur.fr/fr/institut-pasteur/institut-pasteur-monde/actualites/institut-pasteur-guinee-inaugure-son-premier-laboratoire-conakry

Dr. Roland Suluku
Njala University, Department of Animal Science, Njala Campus
https://app.njala.edu.sl/departments/department-animal-science