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Institut für Tierernährung (ITE)

Arbeitsgruppe Geflügelernährung

Die bisher bekannten 10350 Vogelarten besiedeln alle Lebensräume der Erde. Ihre Federn, die sowohl den Körper vor Temperaturschwankungen schützen, als auch den Tieren die Möglichkeit bieten, sich fliegend frei über große Entfernungen zu bewegen, haben zu einer Ausbreitung bis in die entlegensten Gebiete unserer Erde geführt. Jeder Lebensraum wird genutzt, solange die Vögel Nahrung finden können. Das Nahrungsspektrum umfasst Fisch, Fleisch, Insekten, Spinnen, Früchte, Beeren, Gräser, Samen, Blätter und Blütennektar. Der kleinste Vogel auf der Erde ist der Hummelkolibri mit einem Gewicht von nur 2 g. Dagegen gehören der Höckerschwan mit bis zu 22 kg Gewicht, die Europäische Großtrappe (18 kg) und der Krauskopfpelikan (13 kg) zu den schwersten flugfähigen Vögeln. Der Afrikanische Strauß, als größter Vogel (Körperhöhe bis 2,7 m, Gewicht über 150 kg) ist flugunfähig. Trotz der großen Anzahl an Vogelarten, haben nur Vögel aus den Ordnungen der Hühnervögel, Gänsevögel und Tauben wirtschaftliche Bedeutung erlangt, sowie in geringerem Umfang die großen Laufvögel Strauß, Emu und Nandu.

Die Untersuchungen am Institut für Tierernährung werden insbesondere an den wirtschaftlich bedeutendsten Geflügelarten Legehenne, Masthuhn (Broiler), Mastenten, Mastputen durchgeführt, sowie in geringerem Umfang an Wachteln und Stubenküken. In unseren Untersuchungen geht es vorrangig um Fragen einer bedarfsgerechten Ernährung der Tiere, um eine optimale Leistung (Wachstum - Fleisch, Eier) in einem ökonomischen Rahmen (z.B. günstiger Futteraufwand) und bei Schonung der Umweltressourcen zu erreichen. Diese Ziele lassen sich nur mit vitalen Tieren realisieren, deren Entwicklung bereits im Brutapparat mit Temperaturstimulierungen gesteuert wird. Untersuchungen zur Frage der Effektivität des Einsatzes von Einzelfuttermitteln oder Zusatzstoffen der verschiedensten Kategorie (Kräuter, ätherische Öle, Aminosäuren, Spurenelemente, Vitamine) dienen dem Ziel das Optimum einer Supplementierung für das Tier in seiner jeweiligen Leistungsrichtung herauszufinden. Im Folgenden sind aus der Vielzahl der Untersuchungen der Arbeitsgruppe „Geflügel“ einige Ergebnisse beispielhaft dargestellt.

Untersuchungsschwerpunkte

für Broiler, Hennen, Stubenküken, Enten, Wachteln und Puten:

Einzelfuttermittel (wie Erbsen, Ackerbohnen)
Einfluss gestaffelter Anteile von je zwei Erbsen- und Ackerbohnensorten im Legehennenfutter auf die Leistungsmerkmale von Hennen

Zusatzstoffe (wie Kräuter, Gewürze, ätherische Öle)
Einfluss eines gestaffelten Gehaltes von Bohnenkraut im Mastfutter auf Wachstums- und Schlachtmerkmale beim Broiler