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Herzfrequenz-Variabilität in Hühnern selektiert auf Federpick-Aktivität

AG Legehennen

Laufzeit: 01.05.2005 – 31.12.2008

Förderkennzeichen: FAL-TT-02-JK-03-05

Förderer: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

In diesem Projekt haben wir Legehennen verwendet, die gezielt bezüglich Federpick-Verhalten selektiert wurden (Linien mit hoher Federpick-Aktivität (HFP), niedriger Federpick-Aktivität (LFP) und eine nicht selektierte Kontrolllinie). Wir verwendeten die Herzfrequenz-Variabilität als Parameter für die relative Aktivierung des sympathischen und parasympathischen Nervensystems während belastender Situationen. Unserer Hypothese war, dass HFP-Hühner höhere sympathische und niedrigere parasympathische Aktivität zeigen würden als LFP-Hühner. Es wurden sechzehn Hennen von jeder Linie getestet und ihre Herzfrequenz von implantierten Radio-Transmittern aufgezeichnet. Für den Vergleich wurden jeweils Zwei-Minuten Segmente unter ungestörten Bedingungen (Grundlinie) und während Festhaltens durch eine Person verwendet. Unter ungestörte  n Bedingungen ergaben sich keine Unterschiede zwischen den beiden Linien. Während des Festhaltens allerdings hatten HFP-Hennen signifikant höhere sympathische Aktivität, angezeigt durch höhere Herzfrequenz und niedrigere Herzfrequenzvariabilität. Die Kontrolltiere hatten Werte zwischen den beiden Selektionslinien. Die signifikante Reduktion der parasympathischen Aktivität in der HFP-Linie deutet auf eine schlechtere Anpassungsfähigkeit an Stress hin, verglichen mit der LFP-Linie. Dies bedeutet, dass genetische Selektion auf höhere Federpick-Aktivität zu höherer Stress-Empfindlichkeit führt und umgekehrt. Somit wurde in dieser Studie erstmals der Zusammenhang zwischen Selektion auf Federpicken und Stressempfindlichkeit gemessen mit Herzfrequenz-Variabilität aufgezeigt.

Junghennen picken auf den Bildschirm im Experiment über Pickpräferenzen (Foto: Joergen Kjaer, FLI)

Junghennen picken auf den Bildschirm im Experiment über Pickpräferenzen (Foto: Joergen Kjaer, FLI)

Projektleiter

Dr. Joergen Kjaer

Telefon: +49 5141 3846-123
Fax: +49 5141 3846-117
Joergen.Kjaer@~@fli.de

Dörnbergstraße 25/27
29223 Celle