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Institut für Tierschutz und Tierhaltung (ITT)

Forschungsbereich Molekularbiologie

Aktuelle Forschungsprojekte

Genvariationen und deren Auswirkungen auf Tiergesundheit

Verhaltensstörungen bei Hühnern wie das Federpicken sind in der Haltung von Legehennen von großer Bedeutung. Neue Untersuchungen haben gezeigt, dass der Neurotransmitter Serotonin (5-HT) und dessen Regulator, der Serotonin-Transporter (5-HTT), dabei eine wesentliche Rolle spielen können. Interessanterweise wurde verminderte Menge an Serotonin und damit verminderte Serotonin-Rezeptor-Bindung häufig bei Menschen mit depressiver Verstimmung und Angstzuständen gefunden. Dagegen führt übermäßig erhöhter Serotonin-Spiegel im Gehirn zur Unruhe und Halluzination. In diesem Forschungsprojekt wurden Genvariationen (Polymorphismen) im 5-HTT-Gens des Huhns untersucht. Im Anschluss wurden die möglichen Zusammenhänge der Genvariationen mit bereits bekannten Verhaltensstörungen geprüft.

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Expressionsverhalten von Genen, deren Produkte an der Regulation der Entzündungsreaktionen beteiligt sind.

Bakterielle Endotoxinen wie Lipopolysaccharide gramnegativer Bakterien kommen häufig in Tierställen vor und stellen oft Belastungen für landwirtschaftliche Nutztiere dar. Die Tiere reagieren darauf mit einer Entzündungsreaktion, die zu einer Reihe von klinischen Symptomen wie Fieber, Schmerz bis hin zum septischen Schock führen kann. Das Forschungsprojekt befasst sich mit molekularen Mechanismen, durch die diese Entzündungsreaktion vermittelt wird. Bakterielle Endotoxine führen oft zur Veränderung der Genaktivität und meist zur verstärkten Expression von Transkriptionsfaktoren, die entzündungsfördernde Gene regulieren. Ziel des Forschungsprojekts ist es, diese Transkriptionsfaktoren und deren Zielgene zu identifizieren.

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