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Institut für Tierschutz und Tierhaltung (ITT)

Forschungsprojekt “High quality” Kontrollstellen in der EU

Forschungsbereich Transport, Betäubung und Tötung

Renovierung und Förderung von „high quality“ Kontrollstellen in der Europäischen Union : Ein neues Kontrollstellen Zertifizierungssystem für mehr Tierschutz

 

“Animal Welfare”, der Schutz und das Wohlbefinden von Tieren während des Transportes hat in den letzten Jahren zunehmendes Interesse erhalten. Wenn Tiere gE-/verkauft werden, sie zur Mast auf andere Betriebe verbracht werden oder zum Schlachten transportiert werden, werden sie häufig über große Distanzen im LKW befördert. Während der Beförderung kann das Wohlbefinden der Tiere beeinträchtigt werden. Seit 1997 reguliert die EU den Schutz von Tieren während des Transportes, die Vorschriften auf diesem Gebiet schreiben es unter anderem vor, dass Tiere, die über eine bestimmte Zeit transportiert werden, in sog. Kontrollstellen abzuladen sind.

Nach einem 24-stündigen (Schweine) bzw. 29-stündigen (Rinder) Transport werden die Tiere in Kontrollstellen abgeladen, getränkt, gefüttert und können ausruhen. Zur Verbesserung dieser Einrichtungen wird das hier vorgestellte Projekt von der Abteilung für Gesundheit und Verbraucherschutz der Europäischen Union finanziert. Ziel ist die Planung, Entwicklung und Finanzierung des Umbaus bzw. der Renovierung von 12 Kontrollstellen, die an den Hauptrouten für Langstreckentiertransporte liegen, nach Kriterien aus einer früheren Machbarkeitsstudie.

Das Wohlbefinden von Tieren während ihres Aufenthalts in diesen Kontrollstellen wird vor und nach dem Umbau durch ein unabhängiges wissenschaftliches Bewertungssystem erfasst und verglichen. Die hieraus gewonnenen Erkenntnisse dienen der Erstellung eines Zertifizierungssystems für Kontrollstellen. Des Weiteren soll ein EU-weites Online-Buchungssystem für Kontrollstellen aufgebaut werden und es werden e-learning Module entwickelt, um bei allen am Transportprozess beteiligten Akteuren das Bewusstsein für Tierwohl und Tierschutz zu stärken sowie ihnen Informationen zu diesem Thema bereitzustellen.

Die Ergebnisse des Projektes werden über Handbücher, eine entsprechende Website und eine internationale Stakeholder-Konferenz verbreitet werden.
Wissenschaftliche Partner zur Durchführung dieses Projektes sind:

  • Research Centre for Animal Production of Reggio Emilia (CRPA), Italien;
  • Instituto G. Caporale Teramo (ICT), Italien;
  • Wageningen Livestock Research (WUR), Niederlande;
  • Institut de Recerca i Tenologia Agroalimentaries (IRTA), Spanien;
  • Baltic Control Ltd., Dänemark;
  • Swedish University of Agricultural Sciences (SE), Schweden;
  • Institut de L’Elevage, Frankreich;
  • Institut du Porc (IFIP), Frankreich;
  • Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), Deutschland;
  • Warsaw University of Life Science, Faculty of Economic Science (SGGW), Polen;
  • Katholieke Universiteit Leuven (K.U. Leuven), Belgien;
  • National Agricultural Research Foundation-Veterinary Research Institute (NAGREF), Griechenland.