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Ständige Impfkommission Veterinärmedizin

StIKo Vet

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Stellungnahme zur EIV-Immunisierung

Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin am Friedrich-Loeffler-Institut (StIKo Vet) hält in der aktualisierten Impfleitlinie vom März 2017 an der Empfehlung fest, Pferde, die z.B. im Rahmen von Veranstaltungen einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind, halbjährlich gegen equine Influenza zu impfen. Diese Empfehlung weicht von den Gebrauchsinformationen der in Deutschland zugelassenen EIV-Impfstoffe ab, in denen jährliche Wiederholungsimpfungen angegeben sind. Da es in dieser Frage zu Unklarheiten gekommen ist, soll im Folgenden die Datenlage, die der StIKo-Vet-Empfehlung zugrunde liegt, erläutert werden.

Die equine Influenza ist eine hochkontagiöse Viruserkrankung, die durch das Equine Influenzavirus (EIV) verursacht wird. Das Virus ist weltweit verbreitet. In den Endemiegebieten kommt es immer wieder zu Ausbrüchen und wiederholt zu großen Epidemien wie z.B. 2003 in Südafrika oder 2007 in Australien [1]. Häufig ist der Ausgangspunkt derartiger Epidemien ein Turnier oder eine Veranstaltung, bei der Pferde aus verschiedenen Beständen zusammenkommen. So war das Epizentrum des Ausbruchs in Australien eine eintägige Veranstaltung im August 2007 in Neu-Süd-Wales. Im Dezember desselben Jahres waren über 76.000 Pferde im Osten des Kontinents an EIV erkrankt [2]. Schätzungen zufolge entstanden durch diese Epidemie Schäden in Höhe von mehreren hundert Millionen Australischen Dollar [3].

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Bild: Tier-Icon Pferd

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