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Selbständige Arbeitsgruppen

AG Internationale Tiergesundheit (AG-ITG)

Mit der Arbeitsgruppe Internationale Tiergesundheit (AG-ITG) verfügt das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) über eine Struktur, die es ermöglicht, auf internationaler Ebene, insbesondere jenseits der Grenzen der EU, die Entwicklung und Implementierung von konzeptioneller und innovativer Tierseuchenbekämpfung wissenschaftlich zu begleiten und zu fördern. 

Mit Blick auf die zunehmende Globalisierung und den damit verbundenen Nebenwirkungen für die Tiergesundheit ist die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Tierseuchenbekämpfung von gesteigerter Relevanz. Die internationale Vernetzung des FLI über Kooperationen mit internationalen Organisationen wie z.B. FAO, OIE, IAEA, WHO, EC, EFSA und CGIAR sind für die AG-ITG dabei genauso wichtig wie die direkte, bilaterale Zusammenarbeit mit nationalen Behörden und Forschungseinrichtungen in Schwellen- und Entwicklungsländern. Neben der Hilfestellung bei den technischen Komponenten wie dem Aufbau von Diagnostikkapazitäten und der Planung von Überwachungsmaßnahmen, beinhaltet die konzeptionelle Herangehensweise auch eine Beratung zu den gesetzlichen Rahmenbedingungen, die Einbeziehung von relevanten sozioökonomischen Faktoren und die Unterstützung der internationalen Vernetzung, insbesondere mit Nachbarstaaten. Das langfristige Ziel ist dabei stets der nachhaltige Aufbau eines funktionierenden Veterinärsystems in den Zielländern, welches den lokal vorherrschenden Bedingungen gewachsen ist.
Die Arbeitsgruppe wurde im Januar 2007 am FLI auf der Insel Riems bei Greifswald etabliert. Sie versteht sich dabei als Katalysator, der eine Übertragung der institutsübergreifenden Forschungsarbeiten des FLI in praxisorientierte Konzepte mit  internationaler Ausrichtung ermöglicht.

  • Direkte Zusammenarbeit / Mitarbeit mit internationalen Organisationen wie EFSA, WHO, OIE, FAO, IAEA  und der EC
  • Fachliche Unterstützung von Ministerien und nachgeordneten Behörden (wie z.B. BMEL, BMZ, BEL, GIZ) bei der Planung und Durchführung von tiergesundheitsrelevanten Aktivitäten in Drittländern
  • Ausweitung der internationalen Vernetzung des FLI über die Grenzen der EU hinaus, v.a. in Schwellen- und Entwicklungsländern
  • Entwicklung von innovativen Konzepten der modernen Tierseuchenbekämpfung für z.B. Schwellen- und Entwicklungsländer, den Backyard Sektor oder Wildtierbereich etc. unter Verknüpfung von angewandter Epidemiologie, klassischer Tierseuchenbekämpfung mit  moderner   / robuster Labordiagnostik 
  • Erprobung und Anwendung der entwickelten Konzepte in Pilotstudien / Feldstudien
  • Unterstützung bei Maßnahmen zur Kontrolle von Tierseuchen im internationalen Kontext auf Anforderung von Organisationen oder Ländern (Labordiagnostik, Notfallpläne, Bekämpfung Kontrolle, Prävention)
  • TCP Projekt der FAO: „Stärkung der regionalen Vorbereitung, Vorbeuge und Gegenmaßnahmen zum Eintrag der Afrikanischen Schweinepest nach Albanien, Bosnien und Herzegowina, Republik Nord-Mazedonien, Montenegro und Serbien“
  • Epidemiologische Ausbruchsuntersuchungen und Habitatstudien in von ASP betroffenen Ländern (2018-2021)
  • Non-invasive Beprobung von Wild- und Haustieren zum Nachweis von Tierseuchenerregern in Speichelproben (pathogen Sampling of Wild Animals with Baits, pSWAB)
  • Orale Immunisierung von Schweinen in Hinterhofhaltungen (Backyard sector) gegen Klassische Schweinepest (KSP)
  • Evaluierung von robusten Labordiagnostik-Techniken und ihren Einsatzmöglichkeiten in Entwicklungsländern
  • Bovine Tuberkulose im südlichen und östlichen Afrika