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Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger (INNT)

Nationales Referenzlabor für Krim-Kongo-Hämorrhagisches-Fieber-Virus (CCHF)

Das Krim-Kongo-Hämorrhagisches-Fieber-Virus (CCHFV) wird durch Zecken auf den Menschen übertragen und verursacht das Krim-Kongo-Hämorrhagische Fieber (CCHF). Infektionen bei Tieren verlaufen asymptomatisch (Ausnahme Straußenvögel).  CCHFV kommt in den Ländern Asiens, Afrikas und Südeuropas endemisch vor. Die Verbreitung des Erregers in Europa ist eng an die der Vektorzecke Hyalomma marginatum geknüpft. CCHFV gehört zur Ordnung der Bunyavirales Familie Nairoviridae Gattung Orthonairovirus. Gemäß Biostoffverordnung ist es der Risikogruppe 4 zugeordnet.

Der Virusnachweis erfolgt bei Mensch und Tier aus dem Blut und anderem klinischen Material während der akuten Infektionsphase mittels qRT-PCR, Anzucht oder Inokulation in neugeborene Mäuse. Der serologische Nachweis spezifischer Antikörper ist möglich. Die Labordiagnostik sollte bei humanen Fällen am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (Konsiliarlabor) bzw. bei einem Infektionsverdacht bei Tieren am FLI (Nationales Referenzlabor für CCHFV-Infektionen bei Tieren) durchgeführt werden.