Aus Frankreich wurde Ende Oktober 2026 ein Fall einer Infektion mit dem Shamonda-Virus (SHAV) mit tödlichem Verlauf bei einer Person mit stark geschwächtem Immunsystem bekannt. Dies ist weltweit der erste und bislang einzige bekannte Fall einer menschlichen Infektion mit diesem Virus, das seit 1960er aus Afrika bekannt ist. Bislang gibt es keine weiteren Hinweise auf eine Gesundheitsgefährdung der Allgemeinbevölkerung. Der Einzelfall wird weiter untersucht. In Deutschland laufen außerdem erste Untersuchungen an, um festzustellen, ob Menschen Antikörper gegen das Shamonda-Virus aufweisen.
Seit Sommer 2026 tritt das Shamonda-Virus in erster Linie bei Rindern, Schafen und Ziegen in Deutschland, der Schweiz, Frankreich, Belgien, die Niederlande und zahlreichen weiteren mitteleuropäischen Ländern auf. Bei diesen Tieren verliefen die Infektionen größtenteils mit milden Symptomen. Bei Pferden wurden einzelne Infektionen mit schwerwiegenden Symptomen festgestellt. Sie zeigten zentralnervöse Störungen und nach ihrem Tod wurden hohe Viruslasten im Gehirn festgestellt, was auf die SHAV-Infektion als Todesursache hinweist.
