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Forschung zum Coronavirus SARS-CoV-2 am Friedrich-Loeffler-Institut

Pressemitteilungen

Fortbildungsveranstaltung des Fördervereins auf der Insel Riems

Insel Riems, 17. Juni 2022. Rund 100 Teilnehmende vor Ort und online besuchten die wissenschaftliche Fortbildungsveranstaltung des Fördervereins des Friedrich-Loeffler-Instituts, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI), am 14. Juni auf der Insel Riems. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts gaben Einblicke in ihre Forschungsarbeiten zu SARS-CoV-2. Diese reichen von der Diagnostik und antiviralen Therapieansätzen über Immunantworten gegen SARS-CoV-2-Varianten, Vergleichsanalysen und 3D-Darstellungen im Tiermodell bis zu Untersuchungen von Haustieren mit Kontakt zu infizierten Menschen. Ein weiteres Thema bildete die internationale Unterstützung im Sinne von One Health. Die öffentliche Veranstaltung fand im Rahmen der jährlichen Fördervereinssitzung statt. Nach den Fachvorträgen wurde der Förderpreis des Fördervereins an sechs junge Wissenschaftlerinnen und -wissenschaftler des FLI für exzellente Abschlussarbeiten verliehen. Seit Beginn der Pandemie durch SARS-CoV-2 vor über zwei Jahren forschen verschiedene Fachinstitute des FLI gemeinsam intensiv zu unterschiedlichen Aspekten des Erregers. Die notwendigen Nachweismethoden für SARS-Cov-2 wurden aufgebaut, mit Einführung der Meldepflicht für Infektionen mit SARS-CoV-2 bei Tieren im Juli 2020 nahm auch das Nationale Referenzlabor am FLI seine Arbeit auf.

Die verschiedenen Varianten von SARS-CoV-2 warfen für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler immer wieder neue Fragen auf, so wurde die Immunantwort genauer untersucht und auch untersucht, welche Virusvariante sich im Tiermodell besser durchsetzen kann. Faszinierende Einblicke in die Infektionswege von SARS-CoV-2 gaben bildgebende Verfahren in 3D, mit denen sich virusinfizierte Organe im Detail darstellen lassen. Ob Haustiere eine Rolle bei der Pandemie spielen, wurde ebenfalls untersucht. In einer Studie wurde sehr erfolgreich zur Einsendung von Proben von Hunden und Katzen aus Haushalten mit infizierten Personen aufgerufen. Die Ergebnisse zeigen, dass sich diese Haustiere zwar bei infizierten Personen anstecken können, aber keine Rolle bei der weiteren Verbreitung spielen.

Durch SARS-CoV-2 sind Zoonosen, d.h. zwischen Mensch und Tier übertragbare Infektionskrankheiten stärker in das öffentliche Interesse gerückt. Das FLI forscht hierzu seit langem und unterstützt im In- und Ausland beim Aufbau von Diagnostik und bei der Entwicklung von Präventions- und Bekämpfungsstrategien. Ein Beispiel hierfür sind Aktivitäten in Nigeria. Hier wurden u.a. vor Ort Schulungen in verschiedenen Diagnostikmethoden durchgeführt sowie Proben an Schlachthöfen genommen und auf mögliche Zoonose-Erreger untersucht.

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Fortbildungsveranstaltung des Fördervereins auf der Insel Riems (© Mandy Jörn, FLI)