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Geflügelpest: Antworten auf häufig gestellte Fragen

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Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) stellte aktuelle Antworten auf häufig gestellte Fragen online zur Verfügung. Insbesondere zu Infektionen von Säugetieren und hier zum Fall einer Nerzfarm in Spanien führt zu verstärkten Anfragen beim FLI.

Spanische und italienische Wissenschaftler veröffentlichten kürzlich eine Studie, in der der Fall genau beschrieben wird. Wahrscheinlich ist das Geflügelpestvirus H5N1 über Wildvögel in die Nerzhaltung gelangt. Ob dies direkt oder indirekt, z.B. über kontaminierte Gerätschaften erfolgte, ist unklar. In der Haltung hat sich das Virus dann von einem Eintragungspunkt aus über die Zeit im gesamten Bestand ausgebreitet.

Weiterhin konnten die Wissenschaftler einige Mutationen des Erregers nachweisen. Eine dieser Mutationen ist bekannt dafür, die Virusvermehrung in Säugetieren zu verstärken und ist so bei Wildvögeln bisher nicht beobachtet worden. Insofern könnte diese Mutation ein Hinweis auf eine erste Anpassung an die Nerze sein.

Im Gegensatz zu den Fällen von Einzelinfektionen bei u.a. freilebenden Füchsen, Mardern, Waschbären oder Robben, die sich jeweils z.B. an verschiedenen infizierten Vogelkadavern oder Ausscheidungen infizierter Vögel angesteckt hatten, wurde das Virus im Falle der Nerze möglicherweise von Nerz zu Nerz weitergeben. In Nerzfarmen werden die Tiere in hoher Zahl auf engem Raum gehalten, was das Infektionsgeschehen und Infekt-Ketten bei diesen sehr empfänglichen Säugetieren begünstigt.

Das bei den Nerzen festgestellte Virus muss nun weiter untersucht werden. Nach wie vor sollten Einträge des Geflügelpestvirus H5N1 in Geflügelhaltungen durch die vorgeschriebenen und empfohlenen Biosicherheitsmaßnahmen möglichst verhindert werden. Ebenso so Übertragungen auf empfängliche Säugetiere wie Nerze oder Schweine, die in größerer Anzahl gehalten werden. Einzelfälle bei fleischfressenden Wildtieren (Karnivoren) wie Füchsen usw. sowie Greifvögeln lassen sich aufgrund der starken Verbreitung des Virus bei Wildvögeln nicht verhindern.

Bild: FAQ Titelblatt

FAQ Titelblatt