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Kurznachrichten

West-Nil-Virus-Infektion auch bei Bartkauz in Bayern gefunden

Das Nationale Referenzlabor für West-Nil-Virus-Infektionen (WNV) bei Vogel und Pferd des FLI stellte den Erreger bei einem Bartkauz aus Volierenhaltung in Poing/Landkreis Ebersberg fest. Damit ist neben Sachsen-Anhalt nun auch Bayern von dieser bei Vogel und Pferd anzeigepflichtigen Tierseuche betroffen. West-Nil-Virus-Infektionen können durch Stechmücken auch auf Menschen übertagen werden (Zoonose). Allerdings erkranken nur etwa 20 Prozent der Infizierten, und nur in weniger als einem Prozent der Infektionen kann es zu schweren Krankheitsverläufen mit Hirn- oder Hirnhautentzündungen kommen, in seltenen Fällen mit Todesfolge. Das FLI untersucht die Verbreitung von WNV und dem mit ihm verwandten Usutu-Virus seit über 10 Jahren in verschiedenen Projekten mit weiteren Forschungsinstituten.

In Europa trat WNV erstmals Anfang der 1960er Jahre in Frankreich auf und hat sich seitdem im gesamten Mittelmeerraum etabliert. Regelmäßig werden vor allem aus süd- und südosteuropäischen Ländern (Spanien, Frankreich, Italien, Kroatien, Albanien, Griechenland, Türkei, Österreich, Ungarn, Serbien, Tschechische Republik) Infektionen bei Mensch, Pferd und/oder Vogel gemeldet. In diesem Jahr verzeichnete das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) bereits über 700 Fälle von Infektionen beim Menschen und 40 Ausbrüche bei Pferden in Italien, Ungarn, Griechenland und Rumänien (siehe https://ecdc.europa.eu/en/west-nile-fever).

Bartkauz (CC-BY-SA-3.0 bei Wikimedia Commons https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Strix_nebulosaRB.jpg)

Bartkauz (CC-BY-SA-3.0 bei Wikimedia Commons https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Strix_nebulosaRB.jpg)