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Tierseuchengeschehen

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Lumpy Skin Disease

Informationen zum aktuellen Tierseuchengeschehen finden Sie in der jeweils letzten Ausgabe des monatlich erscheinenden Radar Bulletin.

Die Lumpy Skin Disease (LSD) ist eine anzeigepflichtige Tierseuche des Rindes, die durch Capripox-Viren verursacht wird. Die LSD kommt in Afrika und im Nahen Osten dauerhaft (endemisch) vor. Krieg und Vertreibung begünstigten eine Ausbreitung der Tierseuche aus Krisengebieten in die angrenzenden Staaten und letztlich nach Europa. Seit 2015 sind mehrere Staaten Südosteuropas betroffen; die Krankheit breitet sich vom Balkan in nordwestliche Richtung aus. Die Übertragung findet hauptsächlich über Arthropoden statt.

Weiteres zur LSD steht in den entsprechenden FLI-Informationen zur Verfügung (Download rechts auf dieser Seite).

Aktuelle Informationen zum LSD-Ausbruchsgeschehen seit dem 01. Januar 2015 vermitteln die Tabelle und die Karte auf dieser Seite.

Tabelle: Ausbruchszahlen

Tabelle: Ausbrüche von Lumpy Skin Disease in Griechenland, Bulgarien, Türkei, Mazedonien, Serbien, Montenegro, Kosovo, Albanien, der Russischen Föderation, Georgien, Stand 12.09.2017

Tabelle: Ausbrüche von Lumpy Skin Disease seit 01.01.2015, Stand 12.09.2017

Tabelle: Lumpy Skin Disease in Greichenland, Bulgarien, Türkei, Mazedonien, Serbien, Montenegro, Kosovo, Stand 06.09.2016
Tabelle: Ausbrüche von Lumpy Skin Disease seit 01.01.2015, Stand 06.09.2016

Die Lumpy Skin Disease (LSD) ist eine anzeigepflichtige Tierseuche des Rindes, die durch Capripox-Viren verursacht wird. Die LSD kommt in Afrika und im Nahen Osten endemisch vor. Krieg und Vertreibung begünstigten eine Ausbreitung der Tierseuche aus Krisengebieten in die angrenzenden Staaten und letztlich nach Europa. In Südosteuropa sind die Fallzahlen von LSD in den letzten Monaten stark angestiegen und die Krankheit breitet sich vom Balkan stark in nordwestliche Richtung aus. Die Übertragung findet hauptsächlich über Arthropoden statt. 

Epidemiologische Situation

LSD ist in den meisten afrikanischen Ländern endemisch und wurde seit 2012 im Mittleren und Nahen Osten festgestellt. Im Jahr 2015 wurde die Tierseuche auch aus der Russischen Föderation (Kaukasusregion, Tschetschenien und Dagestan) gemeldet und im August 2015 erstmals in Griechenland diagnostiziert. Im Frühjahr 2016 wurden erste Ausbrüche in Bulgarien und Mazedonien festgestellt. Seitdem hat sich die Erkrankung im Balkan-Raum weiter ausgebreitet. Eine weitere Ausbreitung der Tierseuche ist wahrscheinlich.

Krankheitssymptome

Klinisch erkrankte Tiere zeigen Fieber und später typische Hautveränderungen Diese knötchenartigen (nodulären) Läsionen können auch sehr dezent ausfallen und sind teilweise nur durch Ertasten feststellbar Regelmäßig sind auch das Euter und die Zitzen von Hautveränderungen betroffen. Das massive und generalisierte Auftreten der nodulären Hautveränderungen betrifft in der Regel weniger als 30 Prozent der Rinder. In solchen massiven klinischen Fällen sind oft auch Läsionen der Schleimhäute mit typisch hyperämischem Rand und teilweise nekrotischem Zentrum nachweisbar. Die Lymphknoten entsprechender Lokalisation sind meist geschwollen. Tragende Tiere können abortieren. 

Wesentlich ist, dass auch bei virämischen Tieren subklinische oder asymptomatische Verlaufsformen auftreten. Die klinisch unauffälligen Tiere erschweren die frühzeitige Erkennung der Erkrankung und können der unerkannten Verbreitung der Tierseuche Vorschub leisten.

Verdachtsfälle

Verdächtige Symptome sind abzuklären und entsprechende Proben unverzüglich an das NRL für LSD am Friedrich-Loeffler-Institut, Greifswald-Insel Riems zu senden. Als diagnostisches Untersuchungsmaterial sind Hautstanzen der veränderten Areale, EDTA-Blut, Nasen- und Speicheltupfer geeignet.