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Labor für molekulare Erregercharakterisierung

Schwerpunkt: neurotrope Viren

Hauptaufgabe des „Labors für molekulare Erregercharakterisierung“ ist die Unterstützung der dem Institut für Virusdiagnostik zugehörigen Nationalen und FAO/OIE Referenzlaboratorien hinsichtlich der Optimierung der molekularbiologischen Nachweissysteme für die Diagnostik als auch der in-vitro und in-vivo Charakterisierung von Virusmutanten.

Der Forschungsschwerpunkt des Labors liegt auf neuroinvasiven Orthobunya- und mammalischen Bornaviren. Mittels molekularbiologischer Techniken, beispielsweise revers-genetischer Systeme, werden die untersuchten Viren gezielt manipuliert und anschließend charakterisiert. Für die in-vitro Charakterisierung sollen neben der herkömmlichen 2D Zellkultur auch komplexe primäre Zellkultursysteme sowie 3D Organoide genutzt werden.

Infektiöse Erkrankungen mit Manifestation im zentralen Nervensystem betreffen Mensch und Tier gleichermaßen. Auch wenn die entsprechenden Infektionen vergleichsweise selten sind, so sind die Auswirkungen einer solchen Infektion oft verheerend. Interessanterweise können Vertreter ganz unterschiedlicher Virusfamilien einen Neurotropismus ausbilden. Die Faktoren, welche eine Neuroinvasion und Pathogenese kontrollieren, sind nur unzureichend bekannt. Erkenntnisse über die gemeinsam genutzten Mechanismen neurotroper Viren, wären essentiell für die Entwicklung therapeutischer Ansätze zur Behandlung unterschiedlicher Enzephalitiden.

Das Labor für Molekularbiologie im IVD arbeitet in enger Kooperation mit verschiedenen anderen Laboren des FLI, insbesondere dem Nationalen Referenzlabor für Bornavirusinfektionen der Tiere und dem Nationalen Referenzlabor für Schmallenberg-Virus.