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Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie (IMVZ)

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Labor für aviäre Influenza

Bearbeitete Erreger

  • Aviäres Influenzavirus (AIV)
  • Virus der infektösen Bronchitis des Huhnes (IBV)
  • Virus der infektiösen Laryngotracheitis der Hühner (ILTV)
  • Newcastle Disease Virus (NDV)

Kurzbeschreibung der Projekte

Überblick

Kurzbeschreibung des Projekts: Entwicklung viraler Vektorvakzinen/ Markervakzinen gegen aviäres Influenzavirus

Bisherige Vakzinen gegen aviäre Influenza bestehen fast ausschließlich aus klassischen Totimpfstoffen, die insbesondere durch die Notwendigkeit der individuellen Verabreichung (Injektion) in der Praxis nachteilig sind, und darüber hinaus eine Unterscheidung von geimpften und Feldvirus-infizierten Tieren nicht oder nur schwer ermöglichen. Es gelang uns bereits, die Hämagglutinin-Gene hoch pathogener aviärer Influenzaviren (HPAIV) aus früheren Geflügelpestausbrüchen in die Genome attenuierter, für Geflügel relevante Viren zu inserieren und Hühner mit den erhaltenen Hämagglutinin-exprimierenden Virusrekombinanten gegen experimentelle Belastungsinfektionen mit den entsprechenden HPAIV-Isolaten zu schützen (Veits et al., 2003; Veits et al., 2006). Diese rekombinanten Lebendvakzinen erlauben nicht nur eine einfache Applikation über Spray oder Trinkwasser, sondern darüber hinaus auch die Unterscheidung von geimpften und Virus-infizierten Tieren mittels einfacher serologischer Verfahren. Da die Wirksamkeit umso besser ausfällt, je ähnlicher die Antigenkomponenten von Impfstoff und Feldvirus sind (Römer-Oberdörfer et al., 2008), sollen im Rahmen dieses Projektes Impfstoffe gegen verschiedene Subtypen aviärer Influenzaviren - insbesondere jedoch gegen aktuelle H5N1 HPAIV-Isolate - entwickelt werden. Neben der Modifikation der Vektorviren, um eine schnelle Anpassung der Impfstoffe an Antigenitätsänderungen der Feldviren realisieren zu können, sollen zur Optimierung der Wirksamkeit weitere AIV Antigenkomponenten auf ihre Protektivität getestet und in unterschiedlichen Kombinationen in den Vektoren exprimiert werden. Im Rahmen dieses Projekts wird auch mit anderen wissenschaftlichen Einrichtungen (u.a. PEI) an der Entwicklung von Markerimpfstoffen gegen HPAIV zusammengearbeitet.

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