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Nationale Referenzlabore für Maul- und Klauenseuche, Vesikuläre Schweinekrankheit und Vesikuläre Stomatitis (NRLs für MKS, SVD, VS)

Informationen des FLI zur aktuellen MKS-Situation

Maul- und Klauenseuche
Radar Bulletin Deutschland

Die Maul- und Klauenseuche (MKS) ist eine fieberhafte Allgemeinerkrankung der Klauentiere, die zur Bildung von Bläschen und Erosionen an kutanen Schleimhäuten und unbehaarten Teilen der Haut führt, insbesondere im Bereich des Maules und der Klauen. Die Krankheit wird hervorgerufen durch Viren des Genus Aphthovirus der Familie Picornaviridae. Es gibt 7 Serotypen (O, A, C, Asia 1, SAT1, SAT2, SAT3), die sich in der Verbreitung und im Wirtsspektrum unterscheiden.

Die MKS gehört wegen ihrer potentiell katastrophalen Auswirkungen zu den weltweit wirtschaftlich bedeutsamsten Tierseuchen. Durch die Zunahme des globalen Handels- und Reiseverkehrs besteht ständig die Gefahr einer Wiedereinschleppung und explosiven Ausbreitung der MKS in Europa. Der internationale Handel mit Tieren und tierischen Produkten wird streng überwacht, aber die illegale Einfuhr von Lebensmitteln tierischen Ursprungs im Reiseverkehr entzieht sich weitgehend der Kontrolle der Behörden.

Egal auf welchem Wege ein Eintrag der MKS nach Deutschland erfolgt – um den Schaden zu begrenzen, ist es von größter Wichtigkeit, die Einschleppung so bald wie möglich zu erkennen, da sich die Seuche ansonsten bereits so weit ausgebreitet haben kann, dass eine rasche Eindämmung nicht mehr möglich ist. Daher muss bei unklaren klinischen Befunden (Fieber, Schleimhautveränderungen, Lahmheit, erhöhte Jungtiersterblichkeit) bei Wiederkäuern und Schweinen immer auch die MKS als mögliche Differentialdiagnose mit abgeklärt werden! Der MKS-Ausschluss mittels real-time RT-PCR kann an allen veterinärmedizinischen Untersuchungseinrichtungen der Länder jederzeit und problemlos durchgeführt werden und das NRL unterstützt die Länder bei dieser wichtigen Aufgabe.

  • Hoheitliche Aufgaben gem. § 27 TierGesG
  • Ansprechpartner für nationale und internationale Behörden zu Fragen der MKS-Diagnostik und -Bekämpfung, sowie zur Biosicherheit beim Umgang mit hochansteckenden Tierseuchenerregern
  • Beteiligung an Arbeitsgruppen und Forschungsprojekten des Bundes, der Europäischen Union, sowie der OIE und FAO
  • Forschung zur Weiterentwicklung der MKS-Diagnostik und -Bekämpfung, insbesondere durch ein besseres Verständnis der Virus-Wirt-Interaktion in der akuten und persistenten Infektion

für MKSV, SVDV und VSV

  • Genomnachweis mittels real-time RT-PCR
  • Virusisolation in Zellkultur
  • Erregercharakterisierung durch Sequenzierung
  • Antikörpernachweise im ELISA und/oder Neutralisationstest
  • PersistOmics – Von proteogenomischen Wirtssignaturen einer persistenten MKSV-Infektion zu diagnostischen Markern und Therapieansätzen (2821ERA28D)
  • PREPMEDVET – Notfallstrategien gegen virale Pathogene (13N15449/13N15450)
  • European Commission for the Control of Foot-and-Mouth Disease (EuFMD)
  • Global Foot-and-Mouth Disease Research Alliance (GFRA)