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Institut für Virusdiagnostik (IVD)

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Nationales Referenzlabor für Afrikanische Schweinepest (ASP)

Informationen des FLI zur aktuellen ASP-Situation

Afrikanische Schweinepest
Radar Bulletin Deutschland

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) wird durch ein DNS-Virus aus der Familie der Asfarviridae verursacht. ASP ist eine perakut bis chronisch verlaufende Infektion von Haus- und Wildschweinen. Sie ist klinisch nicht von der Klassischen Schweinepest (KSP) zu unterscheiden und wird durch den Nachweis von ASP-Virus oder ASP-spezifischen Antikörpern festgestellt.

Latent mit ASP infizierte Wildschweine bzw. Schweine aus infizierten Gebieten bilden ein permanentes Risikopotential für deutsche Haus- und Wildschweine. Als Einschleppungswege sind insbesondere lebende Schweine, Samen, tierische Erzeugnisse, tierische Rohstoffe, Speiseabfälle und infizierte Zecken denkbar. Die Virusausscheidung beginnt bei Schweinen am 1. bis 4. Tag p.i. und kann bei Tieren, die die Krankheit überleben, gelegentlich über 12 Monate andauern. Die Übertragung zwischen Hausschweinen kann durch direkte oder indirekte Kontakte erfolgen. Die klinischen Symptome können in Abhängigkeit von der Virulenz der Stämme sehr unterschiedlich sein. Sie reichen von deutlichen Veränderungen mit hoher Mortalität bis hin zu kaum erkennbaren subklinischen Verläufen. Infizierte Schweine serokonvertieren in der Regel nach etwa einer Woche.

Da ASP klinisch und pathologisch-anatomisch nicht von KSP unterschieden werden kann, ist eine labordiagnostische Differentialdiagnose zwingend erforderlich.