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Institut für Infektionsmedizin (IMED)

Labor für molekulare Vektor-Pathogen-Interaktion

Vektoren können bei der Übertragung von Krankheiten eine wichtige Rolle spielen, und häufig sind blutsaugende Arthropoden (z.B. Mücken, Zecken, Flöhe) solche Vektoren. Übertragene Erreger können Viren, Bakterien oder Parasiten sein. Klassische Beispiele für virale Erreger, die über Stechmücken- oder Zeckenarten übertragen werden, sind die Mitglieder der Familie Flaviviridae, Genus Flavivirus. Zu diesen gehört z.B. der Erreger des Gelbfiebers (Yellow Fever Virus). Diese Viren vermehren sich nicht nur in ihren Säugetierwirten, sondern auch in den übertragenden Vektoren, die damit echte Wirte darstellen. Viren sind bei ihrer Vermehrung immer auf Wirtsfaktoren angewiesen. Die Identifizierung solcher Wirtsfaktoren gibt Einblicke in die molekularen Mechanismen, die einer Infektion zu Grunde liegen. Dieses Wissen kann helfen, die Vektorkapazität verschiedener Spezies auf molekularer Ebene besser einzuschätzen und zu verstehen. 

Forschungsschwerpunkte

Im Labor für molekulare Vektor-Pathogen-Interaktion sollen Wirtsfaktoren in Stechmückenarten, die Flaviviren übertragen, identifiziert werden. Hierzu werden Untersuchungen in Insektenzellkulturen durchgeführt. Dabei werden mittels molekularbiologischer Techniken gezielt genetische Faktoren in Zellen ausgeschaltet oder eingebracht und die daraus resultierenden Effekte auf Infektionen untersucht. Komplementierend dazu werden revers-genetische Systeme genutzt, um virale Elemente zu identifizieren, die für die Infektion von Insektenzellen essentiell sind.