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Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie (IMVZ)

Labor für Interaktomik

Forschungsschwerpunkte

Das Labor für Interaktomik verwendet hochauflösende quantitative Massenspektrometrie, um Protein-Protein-, DNA-Protein- und RNA-Protein-Interaktionen zu erforschen. Dabei steht die Untersuchung der Interaktion von viralen Faktoren mit der infizierten Zelle im Mittelpunkt.

Ein aktueller Forschungsschwerpunkt ist das Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASFV), ein DNA-Virus mit einem Genom von etwa 160–190 annotierten Genen. Zahlreiche virale Proteine interagieren während des Infektionsprozesses mit Proteinen der Schweine-Wirtszelle, wodurch komplexe funktionelle Netzwerke entstehen. Ziel der Arbeiten ist die systematische Erstellung eines umfassenden Protein-Interaktionsnetzwerks von ASFV. Die gewonnenen Daten liefern mechanistische Einblicke in die Virus-Wirt-Interaktionen und eröffnen Perspektiven für die Entwicklung gezielter antiviraler Strategien und Schutzmaßnahmen.

Die angewandten Massenspektrometrie-basierten Ansätze sind vielseitig einsetzbar und können auf eine Vielzahl anderer Viren übertragen werden, wodurch sie einen wichtigen Beitrag zum Verständnis viraler Infektionsmechanismen und potenzieller therapeutischer Ansatzpunkte leisten.