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Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie (IMVZ)

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Foto: Hauptgebäude Insel Riems, 2014 (© FLI)
Hauptgebäude des FLI am Hauptsitz Insel Riems (© FLI)

Das Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie (IMVZ) des FLI führte bis zum 28. Februar 2014 den Namen "Institut für Molekularbiologie" (IMB).


Die Erforschung viraler Infektionsstrategien ist eine wichtige Voraussetzung für ein umfassendes Verständnis der Pathogene, der von ihnen ausgehenden Risiken und ihrer gezielten Bekämpfung. Insbesondere die Aufklärung molekularer Grundlagen der Virusreplikation in der Wirtszelle stellt eine besondere Herausforderung dar und ist für die Beantwortung aktueller Fragen der Pathomechanismen, Wirtsadaptation und der gezielten Virusattenuierung notwendig.

Aus diesem Grund werden im Institut für molekulare Virologie und Zellbiologie an ausgewählten, veterinärmedizinisch relevanten Viren die Erreger-Wirtszell-Interaktionen auf molekularer Ebene untersucht. Dafür werden Herpesviren (Pseudorabies Virus, Bovines Herpesvirus 1, Virus der infektiösen Laryngotracheitis, Koi-Herpesvirus), Rhabdoviren (Tollwutvirus und Tollwutvirus-verwandte Viren), Orthomyxoviren (Influenzavirus), Paramyxoviren (Newcastle Disease Virus) sowie das zu den Asfarviridae zählende Virus der afrikanischen Schweinepest vorrangig bearbeitet. Mittels modernster molekularvirologischer, biochemischer und zellbiologischer Techniken werden deren Genomorganisation und Regulation der Genexpression untersucht und die viralen Genprodukte identifiziert und hinsichtlich ihrer Funktion und Interaktion mit Wirtszellkomponenten charakterisiert.

Neben Methoden zur gezielten gentechnischen Veränderung der viralen Genome (Klonierung kompletter viraler Genome als bakterielle artifizielle Chromosomen (BAC); reverse Genetik von RNA-Viren) spielen die im Institut angesiedelten Plattformen für Proteomanalyse (2-D-Gelelektrophorese und Massenspektrometrie (MALDI-TOF/TOF)) und für „Live Cell Imaging“ (hochauflösende Visualisierung virologisch-zellbiologischer Prozesse in Echtzeit) zentrale Rollen. Durch die Bündelung der verschiedenen Infektionsmodelle mit den im Institut etablierten Techniken wird ein tieferes Verständnis grundlegender Virus-Wirtszell-Interaktionen vor allem hinsichtlich Pathogenese und Immunantwort ermöglicht und somit eine essentielle Voraussetzung für die Entwicklung verbesserter Impfstoffe und diagnostischer Verfahren gegeben.

Außerdem sind im IMVZ die Referenzlabore für

angesiedelt. Das nationale Referenzlabor für Tollwut fungiert gleichzeitig als OIE Referenzlabor für Tollwut sowie als WHO Collaborating Centre for Rabies Surveillance and Research.