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Das Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger (INNT) bearbeitet schwerpunktmäßig die Transmissiblen Spongiformen Enzephalopathien (syn. Prion Diseases) und viral-bedingte Zoonosen bei Tieren. Im INNT bearbeitete Zoonosen werden durch hochpathogene

  • Alphaviren (Amerikanische Pferdeenzephalomyelitis-Viren)
  • Bunyaviren (Hanta-, Rift-Valley-Fieber-, Krim-Kongo-Hämorrhagisches-Fieber-Viren u.a.)
  • Coronaviren (SARS-CoV-2 u.a.)
  • Flaviviren (West-Nil-Fieber-, Japanische-Enzephalitis-Viren u.a.)
  • Ebolaviren
  • Henipaviren (Nipah Virus, Hendra Virus u.a.)
  • Hepeviren (Hepatitis E-Viren)
  • Bornaviren

verursacht.

Inhaltliche Schwerpunkte der Arbeiten sind dabei

  • Untersuchungen zum Vorkommen und zur Bedeutung dieser zoonotischen Erreger in Europa, Afrika und Asien
  • die Entwicklung und Bereitstellung sensitiver und zuverlässiger molekularer, serologischer und virologischer Nachweismethoden für diese zoonotischen Erreger
  • der Nachweis neu-auftretender Viren sowie phylogenetischer Veränderungen bei diesen Erregern
  • die Erforschung der Pathogenese dieser Erreger in landwirtschaftlichen Nutztieren und ggfs. in Reservoirwirten (v.a. Wildtier-Spezies). Dies beinhaltet die Etablierung geeigneter Tiermodelle.
  • das INNT betreibt den Geschäftsstellenstandort ’Tiermedizin’ der Nationalen Zoonoseplattform.
  • Darüber hinaus koordinieren INNT-Wissenschaftler*Innen die Netzwerke ‘Nagetier-übertragene Pathogene’ und ‘Wildvogel-assoziierte Zoonosen‘.

Laborarbeiten mit diesen hochpathogenen Erregern und Arbeiten mit damit infizierten Tieren müssen in speziellen Sicherheitslaboratorien der biologischen Sicherheitsstufen (BSL) 3 und BSL4 durchgeführt werden. Das INNT betreibt hierzu federführend den BSL4-Bereich Zoonosen am FLI.

Da es sich bei einigen der genannten zoonotischen Erreger um bisher noch nicht in Deutschland bzw. Europa vorkommende Viren handelt, führt das INNT Forschungsprojekte in Afrika (Mauretanien, Senegal, Sierra Leone, Guinea, Nigeria, Kamerun, Sambia, Mosambik, Kenia, Uganda und Südafrika) und Asien (Türkei) durch. Vernetzungen/Projekte bestehen ferner mit führenden staatlichen und akademischen Labors/Einrichtungen in annähernd allen EU-Ländern, in Nordamerika (USA und Kanada), sowie in der Ukraine und Australien.

Darüber hinaus arbeitet das INNT seit seiner Gründung im Jahr 2001 an der Weiterentwicklung hochsensitiver Nachweismethoden für Prion-Erreger (BSE, Scrapie, Chronic Wasting Disease). Hierzu gehört auch die Differenzierung von Prion-Stämmen, sowie die Erforschung aktueller pathogenetischer Fragestellungen. Das INNT hat in der Vergangenheit umfangreiche experimentelle BSE-Pathogenesestudien mit Rindern und kleinen Wiederkäuern durchgeführt und betreibt eine nationale BSE-Probenbank. Diese Expertise steht für zukünftige Fragestellungen weiterhin zur Verfügung.

Dem INNT sind Referenzlaboratorien für die Erreger folgender Tierkrankheiten bzw. Tierseuchen und Zoonosen zugeordnet: 

Das INNT betreibt den Geschäftsstellenstandort ’Tiermedizin’ der Nationalen Zoonoseplattform, das Netzwerk ‚Nagetier-übertragene Pathogene’ sowie eine Technologie-Plattform zur Erstellung transgener Mäuse mit zugehörigen SPF-Haltung.