Labor für Vektor-Immunbiologie
Wir untersuchen, wie Viren vom Immunsystem der Mücke erkannt werden und wie diese Signale in antivirale Abwehrreaktionen umgesetzt werden – sowohl auf Gewebe- als auch auf systemischer Ebene. Insekten-spezifische Viren und symbiotische Bakterien, die bei Mücken vorkommen, können die Immunreaktionen gegenüber zoonotischen Viren beeinflussen. Umweltfaktoren wie Temperatur, Nährstoffe und Schadstoffe modulieren diese Wechselwirkungen zusätzlich. Dadurch steht die Mückenimmunität im Zentrum eines One-Health-Ansatzes, der Umweltveränderungen mit der Übertragung von Krankheitserregern verknüpft.
Durch die Identifizierung der immunologischen Mechanismen, die virale Persistenz und Übertragung steuern, schaffen wir die Grundlage für neue Strategien zur Reduktion der Krankheitsübertragung durch gezielte Beeinflussung der Mückenimmunität.
Zentrale Forschungsthemen
- RNA-Interferenz in der Kontrolle viraler Persistenz und Eliminierung
- Gewebespezifische und systemische Immunregulation von Infektionen
- Immunregulation durch ko-infizierende insekten-spezifische Viren und symbiotische Bakterien
- Wechselwirkungen zwischen Stoffwechsel, Umwelt und Immunfunktion
- Übertragung immunologischer Erkenntnisse in Strategien zur Begrenzung der Pathogenübertragung