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Tierseuchengeschehen

Shamonda Virus (SHAV)

Anfang August 2026 stellte das Friedrich-Loeffler-Instiut (FLI) ein neues Orthobunyavirus aus der Simbu-Serogruppe bei Rindern in Süddeutschland fest. Das Virusisolat Shamonda-Virus/DE/2026 ist eng mit dem Shamonda-Virus verwandt, dass seit den 1960er Jahren bekannt ist. Infektionen mit diesem Virus traten auch in der Schweiz und Frankreich auf. Es wird durch Gnitzen übertragen, was die Vermeidung von Infektionen und die Bekämpfung erschwert.

Für das neu eingeschleppte Virus lässt sich derzeit noch nicht abschätzen, ob und in welchem Umfang Infektionen tragender Tiere wie beim Schmallenberg-Viurs zu Schädigungen der Feten führen können. Aborte, Totgeburten und missgebildete Kälber oder Lämmer aus möglicherweise betroffenen Beständen sollten daher besonders aufmerksam untersucht werden.

Viren der Simbu-Serogruppe gelten in der Regel nicht als Zoonoseerreger und stellen nach bisherigem Kenntnisstand kein relevantes Infektionsrisiko für den Menschen dar.