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Institut für Nutztiergenetik (ING)

Projekttitel: Innovative Wege der regionalen nachhaltigen Nutzung tiergenetischer Ressourcen beim Haushuhn (RegioHuhn)

ING

Projektlaufzeit: 03/2020 – 02/2028

Förderung: Die Förderung erfolgt aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) aufgrund eines

Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau (BÖL).

Das Projekt RegioHuhn zielt auf die Erschließung eines alternativen Ansatzes in der Geflügelproduktion ab, der einerseits den Interessen des ökologischen Landbaus an einer breiten Produktvielfalt mit Regionalbezug Rechnung trägt und andererseits die Erhaltung der genetischen Vielfalt beim Haushuhn unterstützt. Das Konzept basiert auf der Nutzung der Kreuzungszucht lokaler Hühnerrassen mit Hochleistungstieren der Wirtschaftsgeflügelzucht der Lege- sowie der Mastrichtung. Damit soll eine Kombination der Eigenschaften lokaler Rassen einerseits und dem Leistungspotenzial der Wirtschaftsgeflügelzucht anderseits erreicht werden. Die Auswahl der lokalen Hühnerrassen berücksichtigte Aspekte der Regionalität und ihrer potentiellen Eignung für die landwirtschaftliche Nutzung. Mit Projektbeginn wurden sechs einheimische Rassen, verteilt über das Bundesgebiet der Bundesrepublik Deutschland, ausgewählt: in Süddeutschland die Rassen Altsteirer (ALT) und Augsburger (AUG), in Mitteldeutschland die Rassen Bielefelder Kennhuhn (BIE) und Mechelner (MEC) und in Norddeutschland die Rassen Ostfriesische Möwen (OFM) und Ramelsloher (RAM). In der erweiterten Projektphase wurden für drei der Rassen, ALT, BIE und RAM, Nukleusherden aufgebaut, die auf dem Campus Frankenforst der Universität Bonn und der Staatsdomäne Frankenhausen der Universität Kassel gehalten werden. Im Projekt werden die Reinzuchttiere der lokalen Rassen sowie deren Kreuzungen mit Herkünften der Mast- und Legerichtung einer Mast- und Schlachtleistungsprüfung sowie einer Legeleistungsprüfung unterzogen, um ihre Eignung im Sinne eines Zweinutzungstyps für ökologischen Landbau zu evaluieren. Dazu gehört neben einer ökonomischen Analyse auch eine Bewertung nach Tierwohlindikatoren. Um den Praxisbezug nachhaltig zu implementieren, werden im Rahmen des Projektes die Kreuzungstiere zusätzlich zu den Stationsprüfungen Feldtests durchgeführt. Im Projekt wurde von den Hähnen der Reinzuchten lokaler Rassen Sperma in die Deutsche Genbank landwirtschaftlicher Nutztiere (FLI) integriert. Darüber hinaus werden durch den Projektpartner Naturland Praxisbetriebe etabliert, die die Kreuzungstiere der lokalen Rassen mit den Tieren der Wirtschaftsgeflügelzucht erstellen, um die Kreuzungen über das Projektende hinaus für den Landwirt verfügbar halten. Das Projekt RegioHuhn ist eng verzahnt mit dem Projekt ÖkoGen, in dem funktionale Merkmale der Genetiken des Projektes RegioHuhn im Fokus der Forschung stehen.

Projektleitung (Koordination)

apl. Prof. Dr. Steffen Weigend
Institut für Nutztiergenetik

Mitarbeiter:innen

Nina Götzke
Institut für Nutztiergenetik

Projektpartner:innen:

Prof. Dr. Inga Tiemann
Hochschule Osnabrück
Fakultät Agrarwissenschaft und Landschaftsarchitektur

Prof. Dirk Hinrichs
Universität Kassel
Fachbereich ökologische Agrarwissenschaften

Werber Vogt-Knaute
Öko-BeratungsGesellschaft mbH - Beratung für Naturland; Hohenkammer

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