Afrikanische Schweinepest: Bisher 13 positive Wildschweine in Brandenburg

Kurznachrichten

Das Nationale Referenzlabor für Afrikanische Schweinepest (ASP) am Friedrich-Loeffler-Institut bestätigte bisher 13 Virusnachweise bei Wildschweinen in Brandenburg. Der erste Fall vom 10.09. wurde bei einem Kadaver einer zwei- bis dreijährigen Bache im Landkreis Spree-Neiße festgestellt; die anderen 12 Fälle bei Wildschweinen wurden nahe der Gemeinde Neuzelle im Landkreis Oder-Spree und damit im vom Land Brandenburg ausgewiesenen gefährdeten Gebiet entdeckt. Alle wurden zunächst im zuständigen veterinärmedizinischen Landeslabor Berlin-Brandenburg positiv getestet und Probenmaterial danach zur Abklärung an das Nationale Referenzlabor am FLI geschickt. 

Vor dem Hintergrund der Erfahrungen in anderen von der ASP betroffenen Staaten ist davon auszugehen, dass das Seuchengeschehen am Anfang steht. Zudem wurde eines der Wildschweine im Landkreis Oder-Spree krank angetroffen und geschossen. Auch dies weist auf ein andauerndes Seuchengeschehen hin. Es ist damit zu rechnen, dass im Zuge der intensivierten Fallwildsuche weitere Fälle hinzukommen werden. Die Fallwildsuche dient zur genauen Lokalisierung des infizierten Gebiets und zur Entfernung der Kadaver als Infektionsquellen für weitere Wildschweine. 

Das Land Brandenburg stellt Informationen zu den getroffenen Bekämpfungsmaßnahmen auf seiner Internetseite zur Verfügung.

Karte: Bestätigte Fälle von Afrikanischer Schweinepest in den Landkreisen Spree-Neiße und Oder-Spree in Brandenburg. Die Fälle um die Gemeinde Neuzelle im Landkreis Oder-Spree überlagern sich teilweise.

Karte: Bestätigte Fälle von Afrikanischer Schweinepest in den Landkreisen Spree-Neiße und Oder-Spree in Brandenburg. Die Fälle um die Gemeinde Neuzelle im Landkreis Oder-Spree überlagern sich teilweise. (© Friedrich-Loeffler-Institut)