Am 2. März 2026 startet das Twinning-Projekt Litauen-Deutschland der Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH). Ziel ist es, die Sequenzierungs- und Bioinformatik-Kapazitäten des litauischen Nationalen Instituts für Lebensmittel- und Veterinärrisikobewertung (Nacionaliniame maisto ir veterinarijos rizikos vertinimo institute, NMVRVI) durch kurze und effektive Schulungskurse nachhaltig zu stärken, um eine gleichbleibende Qualität und Validität der Ergebnisse zu gewährleisten.
Das Projekt soll dem NMVRVI dabei helfen, die Standards des WOAH-Leitfadens für Hochdurchsatzsequenzierung, Bioinformatik und computergestützte Genomik zu erfüllen.
Es wird von Experten des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI), dem Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI), zusammen mit Experten des NMVRVI aus der Abteilung für Molekularanalyse und Prüfung gentechnisch veränderter Organismen (GVO) durchgeführt.
Die Projektlaufzeit beträgt drei Jahre. Die Trainings finden am FLI statt und gliedern sich in zwei Teile: 1. Laborpraxis (Probenbearbeitung und Sequenzierung) und 2. Bioinformatik. Der praktische Teil der Ausbildung im Labor umfasst die Vorbereitung und Extraktion hochwertiger DNA/RNA aus biologischen Proben und die Anwendung verschiedener Sequenzierungsplattformen. Parallel wird die an die Sequenzierung anschließende Analyse der Daten trainiert. Deutsche Experten werden bei der Implementierung von Next-Generation-Sequencing-Technologien, d. h. der Gesamtgenomsequenzierung, am NMVRVI helfen.
