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Zoonoseforschungsverbund RoBoPub stellt hohe Durchseuchung mit Hantaviren bei Rötelmäusen im Landkreis Osnabrück fest

Kurznachrichten

Hantavirus-Ausbruchsjahre wurden in Deutschland meist in Abständen von 2 bis 3 Jahren beobachtet. Im Landkreis Osnabrück kam es in den vorangegangenen Jahren zu den meisten in Niedersachsen gemeldeten Hantavirus-Infektionen. Dieser Landkreis war in den Ausbruchsjahren 2010, 2012, 2017 und 2019 besonders stark betroffen. Im laufenden Jahr 2021 ist die Zahl der gemeldeten Hantavirus-Erkrankungen bisher, im Gegensatz zu bestimmten Teilen Baden-Württembergs und Bayerns, eher gering.

Aktuelle Untersuchungen vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES), Julius Kühn-Institut (JKI), Niedersächsischen Landesgesundheitsamt (NLGA) und Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) im Rahmen des Zoonoseforschungsverbundes RoBoPub zeigen bei Rötelmäusen an 4 der 5 untersuchten Fangorten im Landkreis Osnabrück hohe Virus-Nachweisraten von bis zu 92%. Auch die Zahl der gefangenen Rötelmäuse war an einem Fangort gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht. Im vergangenen Jahr produzierten die Buchen in Niedersachsen etwa durchschnittlich viele Samen (Bucheckern). Deshalb konnte sich die Rötelmaus als Überträgerin des Hantavirus gut vermehren.

Bild: Logo - Rodent-Borne-Pathogens-and-Public-Health (RoBoPub)

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