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Affenpocken

Affenpocken werden durch das Affenpockenvirus Orthopoxvirus simiae (auch Monkeypox virus, MPXV) aus der Gattung Orthopoxvirus verursacht. Das Virus ist verwandt mit den klassischen humanen Pockenviren (Variola, Smallpox) und den ebenfalls als Zoonose bekannten Kuhpockenviren. Der Name ist irreführend, da Affenpocken zwar zum ersten Mal Ende der 1950er Jahre bei Affen festgestellt wurden, ihr eigentliches Tierreservoir aber wahrscheinlich Nagetiere darstellen.

Affenpocken kommen natürlicherweise in West- und Zentralafrika vor, nachgewiesen wurden sie bei verschiedenen Nagerarten (Hörnchen, Ratten, Bilche) sowie Spitzmäusen. 

Neben einer Reihe von Tierarten ist auch der Mensch empfänglich für eine Infektion; somit zählen die Affenpocken zu den Zoonosen. Affen sind wie der Mensch ein Fehlwirt für das Affenpocken-Virus. 

Bis Mai 2022 traten Humaninfektionen meistens als Reiseerkrankung von Personen auf, die sich in afrikanischen Ländern aufgehalten haben, in denen der Erreger natürlicherweise vorkommt. Bei den ab Mai 2022 in verschiedenen Ländern auftretenden Fällen handelt es sich erstmals um eine ausgedehntere Mensch-zu-Mensch-Übertragung außerhalb Afrikas.

Links

Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH; World Organisation for Animal Health, founded as Office International des Épizooties (OIE))

Affenpocken beim Menschen:
Robert Koch-Institut (RKI)
Weltgesundheitsorganisation (WHO)
Europäisches Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC; European Centre for Disease Prevention and Control)