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Nationale Referenzlabore

Meldepflichtige Seuchen bei Tieren

Nach §27 (Absatz 3, Satz 2 Nr.1) des Gesetzes zur Vorbeugung vor und Bekämpfung von Tierseuchen (Tiergesundheitsgesetz, TierGesG) nimmt das FLI die Aufgabe eines nationalen Referenzlabors wahr, sofern es dafür benannt ist.

Aktuell ist das FLI gemäß der vom BMLEH auf dem Tierseucheninformationssystem TSIS veröffentlichten „Liste der nationalen Referenzlaboratorien am Friedrich-Loeffler-Institut“ (Stand 04.03.2026) für über 75 meldepflichtige Seuchen bei Tieren benannt. Die Referenzlabore sind von der Deutschen Akkreditierungsstelle GmbH (DAkkS) nach ISO/IEC 17025 akkreditiert. Sie klären Verdachtsfälle ab, beraten die Veterinärbehörden und führen Ringversuche oder ähnliche Maßnahmen zur Qualitätssicherung der Tierseuchendiagnostik in Deutschland durch. Im Rahmen dieser Tätigkeit veröffentlicht das FLI eine Sammlung amtlicher Verfahren zur Probenahme und Untersuchung auf meldepflichtige Seuchen bei Tieren sowie den Tiergesundheitsjahresbericht.

Referenzlabore des FLI auf internationaler Ebene

Auf internationaler Ebene ist das FLI als "Collaborating Centre for Zoonoses in Europe" der Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH) benannt. Weiterhin führt es WOAH-Referenzlaboratorien für

Im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) führt das FLI ein "Collaborating Centre für Tollwut-Überwachung und -Forschung".

Von der Welternährungsorganisation (FAO) wurde das FLI als Referenzzentrum für Influenza bei Tieren und für die Newcastle Krankheit bei Geflügel, für Klassische Schweinepest, sowie für Tollwut bestellt.