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Kurznachrichten

Afrikanische Schweinepest: FLI aktualisiert Risikobewertung

Infolge des Auftretens der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Westen Polens hat das FLI seine Risikobewertung aktualisiert. Seit November/Dezember 2019 besteht im Grenzgebiet zu Polen ein hohes Risiko des Übergreifens von ASP auf deutsches Gebiet durch migrierende Wildschweine. Am 15. November 2019 informierte Polen erstmalig über einen ASP-Fall in der Wojewodschaft Lebus im Westen des Landes, ca. 300 km vom nächstgelegenen ASP-Fall und 79 km von der deutschen Grenze (Brandenburg) entfernt. Es handelte sich um ein am 05. November 2019 tot aufgefundenes Wildschwein. Inzwischen wurden im Seuchengebiet zahlreiche weitere ASP-positive Wildschweinkadaver gefunden. Die tatsächliche Ausdehnung des betroffenen Gebietes scheint momentan noch nicht bekannt zu sein. Während die ASP in der Tschechischen Republik offenbar in einem relativ kleinen Gebiet eingegrenzt werden konnte, scheint das betroffene Areal im Westen Polens wesentlich größer zu sein. Das Restriktionsgebiet reicht nun bis an die deutsche Grenze.

Das Risiko eines Eintrags der ASP durch infizierte Wildschweine in Gegenden, die an die betroffenen Gebiete Belgiens und Polens angrenzen, wird als hoch eingeschätzt.

Die Einstufung der Risiken bei den weiterhin betrachteten Eintragsszenarien bleibt unverändert: Das Risiko des Eintrags von ASP nach Deutschland durch illegale Verbringung und Entsorgung von kontaminiertem Material wird weiterhin als hoch eingeschätzt. Auch das Risiko des Eintrags durch Erzeugnisse aus Schweinefleisch, die von infizierten Tieren stammen oder kontaminiert sind, entlang des Fernstraßennetzes durch Fahrzeuge oder Personen wird - hier im Sinne eines „worst case scenario“ - als hoch bewertet. Das Risiko einer Einschleppung durch den Jagdtourismus und das Mitbringen von Jagdtrophäen aus betroffenen Regionen wird als mäßig eingeschätzt.

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