Aviäre Influenza (AI) / Geflügelpest
Informationen zum aktuellen Tierseuchengeschehen finden Sie in der jeweils letzten Ausgabe des monatlich erscheinenden Radar Bulletin, tagesaktuelle Fallzahlen im Tierseuchennachrichtensystem TSIS.
Aviäre Influenza (von lat. avis, Vogel), umgangssprachlich auch Vogelgrippe genannt, ist eine durch Viren ausgelöste Infektionskrankheit, die ihren natürlichen Reservoirwirt im wilden Wasservogel hat. Diese Viren treten in zwei Varianten (gering/hochpathogen) und verschiedenen Subtypen (H1-16 in Kombination mit N1-9) auf. Geringpathogene aviäre Influenzaviren (LPAIV) der Subtypen H5 und H7 verursachen bei Hausgeflügel, insbesondere bei Enten und Gänsen, kaum oder nur milde Krankheitssymptome. Allerdings können diese Viren spontan zu einer hochpathogenen Form (hochpathogene aviäre Influenzaviren, HPAIV) mutieren, die sich dann klinisch als Geflügelpest zeigt.
Geflügelpest ist für Hausgeflügel hochansteckend und verläuft mit schweren allgemeinen Krankheitszeichen. HPAIV, aber auch einige LPAIV können bei Exposition gegenüber einer hohen Infektionsdosis auch auf den Menschen übertragen werden und dort tödlich verlaufende Erkrankungen auslösen.
Weiteres zur AI steht in den entsprechenden FLI-Informationen zur Verfügung (Download rechts auf dieser Seite).
Meldungen
Risikoeinschätzung, 06.02.2026
Zwischen dem 01.-31. Januar 2026 wurden in Deutschland 22 HPAIV H5N1-Ausbrüche bei Geflügel und 8 Ausbrüche bei privat gehaltenen Vögeln (einschließlich 1 Tierpark/Zoo) festgestellt. Betroffen waren vor allem hühnerhaltende Betriebe, gefolgt von Putenhaltungen (Tab. 1 und Abb. 1).
Im Berichtszeitraum wurden insgesamt 191 Funde von mit HPAIV H5N1 infizierten Wildvögeln gemeldet (Tab. 2 sowie Abb. 1). Betroffen waren 12 Bundesländer; der überwiegende Teil der Funde entfiel auf Gänsearten (118) und Schwäne (30).
Für den Berichtszeitraum liegen Nachweise von HPAI H5N1 bei 3 Rotfüchsen aus Hessen und je 1 Waschbär und 1 Iltis aus Niedersachsen vor.
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Risikoeinschätzung, 12.01.2026
Zwischen dem 01.-31. Dezember 2025 wurden in Deutschland 29 HPAIV H5N1-Ausbrüche bei Geflügel und 7 Ausbrüche bei gehaltenen Vögeln (einschließlich Tierpark/Zoo) festgestellt. Betroffen waren vor allem Putenbetriebe, gefolgt von Hühner-, Gänse- und Entenbetrieben (Tab. 1 und Abb. 2).
Im Berichtszeitraum wurden insgesamt 349 Funde von mit HPAIV H5N1 infizierten Wildvögeln gemeldet (Tab. 2 sowie Abb. 2). Betroffen waren nahezu alle Bundesländer; der überwiegende Teil der Funde entfiel auf Wildgänse (204). Die Meldungen von HPAIV H5N1 bei Kranichen sind auf wenige Fälle (8) im Vergleich zum November deutlich zurückgegangen (Abb. 1).
Für den Berichtszeitraum liegen Nachweise von HPAI H5N1 bei 1 Fuchs aus Nordrhein-Westfalen sowie 3 Waschbären aus Hessen und 1 Waschbären aus Thüringen vor.
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Risikoeinschätzung, 09.12.2025
Zwischen dem 01.-30. November wurden in Deutschland 105 HPAIV H5N1-Ausbrüche bei Geflügel und gehaltenen Vögeln in neun Bundesländern festgestellt (Tab. 1 und Abb. 2). Betroffen waren vor allem Putenbetriebe, gefolgt von Hühner-, Gänse- und Entenbetrieben (Tab. 3). Insgesamt wurden im Berichtszeitraum 1.465 Funde von mit HPAIV H5N1 infizierten Wildvögeln gemeldet (Tab. 2 und Abb. 1 und 2). Mitunter beziehen sich die Meldungen auf Seuchengeschehen, die mehr als ein Tier umfassen. Betroffen waren alle Bundesländer sowie ganz überwiegend Kraniche (700) und Wildgänse (>400).
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Risikoeinschätzung, 06.11.2025
Zwischen dem 01. Oktober und 05. November 2025 wurden in Deutschland 66 HPAIV H5N1-Ausbrüche bei Geflügel und gehaltenen Vögeln in neun Bundesländern festgestellt (Tab. 1 und Abb. 1 und 3). Betroffen waren überwiegend Hühner, Gänse, Enten und Puten mit den Produktionsrichtungen Mast, Zucht- und Legehennenbetriebe. Der größte betroffene Betrieb war ein Legehennenbestand in Niedersachsen mit über 170.000 Tieren.
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Risikoeinschätzung, 20.10.2025
Zwischen dem 01. September und 20. Oktober 2025 wurden in Deutschland 15 HPAIV H5N1-Ausbrüche bei Geflügel in sieben Bundesländern festgestellt (Abb. 1). Betroffen waren Hühner, Gänse, Enten und Puten mit den Produktionsrichtungen Mast, Zucht- und Legehennenbetriebe. Der größte betroffene Betrieb war ein Masthuhneltern-Vermehrungsbestand in Mecklenburg-Vorpommern mit über 35.000 Tieren.
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Risikoeinschätzung, 09.09.2025
Zwischen dem 01. Juni und 01. September 2025 wurde in Deutschland ein HPAIV H5N1-Ausbruch bei Geflügel festgestellt (Abb. 1). Dabei handelte es sich um einen Legehennenbestand in Schleswig-Holstein.
Insgesamt wurden im Laufe des Juni-August 5 mit HPAIV H5N1 infizierte Wildvögel gemeldet (Tab. 1; Abb. 1).
Für denselben Zeitraum liegen keine Nachweise von HPAI H5N1 bei wildlebenden Säugetieren vor.
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Risikoeinschätzung, 07.05.2025
Zwischen dem 01. und 30. April 2025 wurden in Deutschland 2 HPAIV H5N1-Ausbrüche bei Geflügel festgestellt (Tab. 1, Abb. 1).
Insgesamt wurden im Laufe des April 17 infizierte Wildvögel gemeldet (Tab. 2, Abb. 1).
Im April wurde insgesamt 1 HPAI H5N1-Fall bei einem wildlebenden Säugetier (Fuchs, Niedersachsen) nachgewiesen (Abb. 1).
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Risikoeinschätzung, 09.04.2025
Zwischen dem 01. und 31. März 2025 wurden in Deutschland 3 HPAIV H5N1-Ausbrüche bei Geflügel festgestellt (Tab. 1, Abb. 1).
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Risikoeinschätzung, 13.01.2025
Zwischen dem 01. und 31. Dezember 2024 wurden in Deutschland 6 HPAIV H5N1-Ausbrüche bei Geflügel festgestellt (Tab. 1, Abb. 1).
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Risikoeinschätzung, 06.12.2024
Zwischen dem 01. und 30.11.2024 wurden in Deutschland 6 HPAIV H5N1-Ausbrüche bei Geflügel festgestellt (Tab. 1, Abb. 1, 2). Im November wurden 28 Wildvogelfälle gemeldet (Tab. 2, Abb. 1, 3). Bei wildlebenden Säugetieren wurden keine HPAI H5-Fälle nachgewiesen (Abb. 1).
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