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Institut für Virusdiagnostik (IVD)

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OIE, FAO und Nationales Referenzlabor für Newcastle-Krankheit (ND)

In der Richtlinie 92/66/EWG sind die Aufgaben des Nationalen Referenzlabors für ND definiert. Da nicht jedes aviäre Paramyxovirus vom Serotyp 1 als Erreger der ND gilt, sondern nur Viren ab einer bestimmten Virulenz, ist die Charakterisierung von Virusisolaten die wichtigste Aufgabe. Das erfolgt durch Serotypisierung mit spezifischen Antiseren gegen APMV-1 bis APMV-9. Mittels monoklonaler Antikörper werden aus den APMV-1-Isolaten lentogene Stämme vom Typ La Sota und Viren vom Taubentyp herausgefunden. Gelingt das nicht, wird die Pathogenität durch Sequenzierung der Spaltstelle des F-Gens oder im Tierversuch bestimmt.

  • Direkter Ansprechpartner für Bundes- und Länderbehörden zu Fragen der ND-Bekämpfung
  • Antigen- bzw. Genomnachweis in Untersuchungsmaterial
  • Differenzierung und Charakterisierung hämagglutinierender Virusisolate von Geflügel und Vögeln
  • Identifizierung von aviären Paramyxovirus (APMV)-1/NDV-Isolaten
  • Charakterisierung der Pathogenität der Isolate durch Bestimmung des intracerebralen Pathogenitätsindex und/oder Sequenzierung der Spaltstelle des F-Proteins
  • Weitere Charakterisierung von APMV-1/NDV mittels monoklonaler Antikörper
  • Serotypisierung anderer aviärer PMV-Isolate
  • Untersuchung von Geflügel- und Vogelseren auf Antikörper gegen aviäres PMV der Serotypen 1 bis 4 und 6 bis 9
  • Bereithaltung von Referenzvirusstämmen, Antigenen und Antiseren
  • Überprüfung, Standardisierung und Weiterentwicklung von NDV-spezifischen Testverfahren
  • Teilnahme an EU-Ringtesten
  • Durchführung nationaler Ringvergleichstests
  • Aufbewahrung von Virusisolaten aus bestätigten Seuchenfällen und Übergabe ausgewählter Isolate an das EU-Referenzlabor
  • Durchführung von Qualifizierungsmaßnahmen z. B. für Mitarbeiter der Untersuchungsämter
  • Beteiligung an Arbeitsgruppen und Forschungsprojekten der Europäischen Union
  • Forschungsarbeit zur Weiterentwicklung und Standardisierung der ND-Diagnostik sowie zu Fragen der Pathogenese oder Immunisierung.
  • Virusisolierung im bebrüteten Hühnerei
  • APMV-1-Genomnachweis mit PCR
  • Charakterisierung von APMV-1 durch PCR, Sequenzierung und Reaktivität mit monoklonalen Antikörpern
  • Pathogenitätsbestimmung von APMV-1 durch Sequenzierung der Spaltstelle des F-Proteins und Bestimmung des intracerebralen Pathogenitätsindex (ICPI)
  • Identifizierung anderer APMV-Serotypen mittels Hämagglutinations-Hemmungstest mit spezifischen Antiseren
  • Nachweis von Antikörpern gegen APMV-1 mittels HAH und ELISA
  • Nachweis von Antikörpern gegen APMV-2 bis APMV-9 mittels HAH mit spezifischen Antigenen
  • Referenzmaterialien für die Validierung und Qualitätssicherung der Diagnostik der aviären Influenza